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Musikproberäume, Musikunterrichtsräume
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In dieser
Raumkategorie unterschieden wir zwischen kleineren Einzel- und Gruppenübungsräumen
(Volumen 30 bis 200 m³) und größeren Probesälen für Chöre und
Orchester.
Die mittlere
Nachhallzeit sollte mit 0,4 bis 0,8 s relativ kurz sein, um Spieltechnik
und Präzision gut hören und beurteilen zu können.
Manche Musiker
bevorzugen allerdings etwas längere Nachhallzeiten, da der „hallige“
Eindruck zu erhöhter Spielfreude beitragen kann. Das ist besonders in
Musikschulen für Kinder und Jugendliche von Bedeutung. Werte von 1,2 bis
1,5 s bei mittleren Frequenzen und ein geradliniger Frequenzverlauf werden
empfohlen.
Aus diesem Grund
wird vielfach auch für eine variable Nachhallzeit gesorgt, etwa durch
Einbringen eines schallabsorbierenden Stoffvorhangs vor einer Wand, der je
nach Wunsch geöffnet oder geschlossen werden kann.
Den
Frequenzverlauf der Nachhallzeit planen wir weitestgehend linear. Dazu ist
im allgemeinen neben den porösen Absorbern der Einbau von Schallabsorbern
für tiefe Frequenzen erforderlich. Dafür werden meist Plattenschwinger
benutzt.
Durch einen
gezielten Wechsel der Absorptionseigenschaften werden diffuse Reflexionen
erzeugt, die das Schallfeld vergleichmäßigen.
Der Fußboden
sollte eine schallreflektierende Oberfläche aufweisen, also kein
Teppichboden sein. Teppiche bewirken oftmals eine zu große Höhenabsorption
und führen zu mangelnder Brillanz.
Wegen der Gefahr
von Flatterechos sind einander parallele reflektierende Raumbegrenzungsflächen
zu vermeiden. Bei kleinen Räumen für Musik sind deren geometrische
Proportionen im Hinblick auf die Eigenfrequenzen besonders zu beachten.
Bei größeren
Musikproberäumen z. B. für Chor oder sinfonisches Orchester spielen die
Eigenfrequenzen der Räume wegen des großen Volumens im allgemeinen keine
Rolle mehr.
Die
Nachhallzeiten sollten niedriger als die von Konzertsälen sein, damit die
Präzision des Zusammenspieles kritischer gehört wird. Mittlere
Nachhallzeiten von 1,1 bis 1,3 s mit geringfügigem Anstieg nach tiefen
Frequenzen werden empfohlen.
Für
Orchesterprobesäle ist ein relativ großes Raumvolumen nötig, sonst
entsteht infolge der großen Schallleistung des Orchesters ein zu hoher
Schalldruckpegel im Raum.
Der Fußboden
sollte reflektierend sein.
Zu große
parallele Flächen sind zu vermeiden, damit keine Flatterechos auftreten können.
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